Es heißt immer mal wieder, die Business-Dresscodes seien nicht mehr so streng wie früher. Das ist natürlich Unsinn. Es mag schon sein, dass neben dem klassischen Kostüm oder dem dunklen Anzug heutzutage Varianten erlaubt sind, die es früher noch nicht gab. Das liegt aber – so muss man doch auch mal festhalten – auch daran, dass sich die Mode ändert. Manches bleibt, manches kommt wieder, manches verschwindet für immer; wie auch immer: Business-Mode ist weniger trendy und in vielem beständiger als Streetwear. Aber Mode bleibt Mode. Und so geben auch die Dresscodes nach wie vor den Rahmen für den individuellen Stil.

Während sich am Dresscode für Damen mitunter die Geister scheiden, ist „Mann“ sich weitestgehend einig: Mit einem gut geschnittenen und hochwertigem Anzug liegt „Mann“ erst einmal nicht verkehrt. Während sich Frauen selbst in konservativen Branchen noch zwischen Hosenanzug und Kostüm, Röcken, Blusen, Hemden, Blousons und Jacketts in länger, kürzer, weiter und enger entscheiden können, heißt es doch für den Herrn: Anzug, Hemd, Krawatte – Basta!

Die rigorosen Vorgaben mag man zuweilen als Einschränkung empfinden; so manche Frau steht sicherlich manchmal vor dem vollen Kleiderschrank und sehnt sich eine klare Guideline herbei. Immer gilt es im Business die Vermittlung zu finden aus dem, was Rolle, Anlass und Marke vorgeben und der Person. Allein schon, weil der perfekte Stil immer eine höchst individuelle (und damit übrigens auch heikle) Angelegenheit ist, lassen sich hier keine pauschalen Regeln aufstellen. Einige Punkte gibt es aber eben doch zu beachten, damit Sie sich zwischen Graumäusigkeit und Exzentrik sicher im Business bewegen können – ohne in die Extreme zu gehen: Immer sicher in der Rolle. Und immer im eigenen Stil.

Der Mantel

Mit dem Mantel kommen Sie buchstäblich durch die Tür – sorgen Sie dafür, dass Sie damit ein Statement setzen. Selbst wenn Sie den Mantel gleich nach dem Eintreten ablegen, so ist er doch die Grundaussage über Ihre Persönlichkeit, die Sie treffen. Es ist Ihr Auftritt – und es sind immer die anderen, die sich ein Bild von Ihnen machen. Übrigens ist ein Trenchcoat ebenso wenig ein Mantel wie ein Parka oder eine Daunenjacke.

Das Kostüm

Das Kostüm galt lange Zeit als weibliches Pendent zum Anzug und war fast die einzige echte Option, wollte „frau“ sich im Business hochprofessionell zeigen. Der Klassiker ist der Zweiteiler aus Rock und Jackett oder Blazer noch immer. Wer zum Klassiker greift sollte sich aber immer bewusst sein: Die perfekten Schule und eine elegante Strumpfhose sind essentielle Bestandteile des Outfits. Beim Hosenanzug fallen Schuhe und Strümpfe weniger ins Auge – was natürlich kein Argument für schlechte Qualität sein soll. Egal, ob Sie sich für Anzug oder Kostüm entscheiden: Achten Sie immer auf den perfekten Sitz. Der Schnitt ist das A und O. Nichts darf spannen, nichts darf Falten werfen.

Der Blazer

Anders als in der Herrengarderobe, für die sich die „Kombination“ schlichtweg verbietet, ist für Damen der Blazer als Einzelstück durchaus erlaubt: Tragen Sie den Blazer tailliert – wenn Sie eine Taille haben, gerade (aber schmal), wenn Sie keine oder wenig Taille haben. Über den Po sollte der Blazer wirklich nur gehen, wenn Sie dringend etwas kaschieren möchten. Grundsätzlich gilt: Je reduzierter, desto besser. Setzen Sie Akzente nicht mit Schnickschnack am Blazer, sondern durch gut gewählte Accessoires.