Outfit: Das Wickelkleid oder Wrap Dress

Artikel: ANJIKO Styling | Blog

Der Sommer mit seinem traumhaften Wetter ist ja schon eine Weile da. Höchste Zeit einmal auf ein Teil zu blicken, was es nach langer Zeit wieder als Trend in die Läden und auf die Straßen geschafft hat:

Das Wickelkleid

Eigentlich ein absolutes Basic und zeitloser Klassiker, der wirklich in keinem Kleiderschrank fehlen sollte. Irgendwie ist das Wickelkleid aber in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten. Es war zwar immer irgendwie da, aber nie so richtig im Trend, bis es 2017 wieder zum absoluten Musthave wurde.

Als Schöpferin des Wickelkleides in seiner heutigen Form bezeichnet man die in Belgien geborene Modeschöpferin Diane von Fürstenberg. Sie setzte die damals schon bestehende Wickelbluse und Rock zu einem Kleid zusammen und erschuf 1972 den Prototyp des Wickelkleides, wie wir es heute kennen. Sie konnte noch nicht ahnen, dass das Wrap Dress zu so einem großen Erfolg werden würde. Anfang der 70er Jahre wurde es sogar zum Symbol eines neuen Frauenbildes und stand für die Selbstbestimmung der Frau.

Doch was macht das Wickelkleid so besonders?

Das besondere an den Wickelkleidern von Diane von Fürstenberg (DVF) ist das leicht dehnbare Jersey-Material. Das Kleid kann sich so wunderbar dem Körper anpassen. Es zwickt nichts und das Kleid bleibt beim Tragen weitgehend knitterfrei. Es gibt der Trägerin immer einen Hauch von Eleganz.

Wer kann es tragen?

Die Antwort ist einfach. Es kann einfach jede Frau tragen. Es schmeichelt der Figur und verleiht durch den tiefen V-Ausschnitt, der durch die Wicklung entsteht, einen langen Hals. Durch das Binden in der Taille zaubert es zusätzlich noch eine wunderschöne Sanduhr-Silhouette.

Wie sieht das Wickelkleid 2017 aus?

Die Grundform sieht noch genauso aus wie 1972. Wickelkleider gibt es im Moment in vielen Varianten. Ursprünglich gab es das Wickelkleid von Diane von Fürstenberg nur mit langen oder 3/4 Ärmeln und einer Länge, die bis zum Knie reichte. Heute gibt es sie von zahlreichen Herstellern in allen möglichen Längen, Farben und Materialien. Es gibt sie mit Rüschen, Puffärmeln in bodenlang oder kurz. Enganliegend oder leicht fallend.

Was sollte man beim Kauf von einem Wickelkleid beachten?

Achtet unbedingt darauf, wo ihr die Schleife bindet. Je nach Figurform höher oder tiefer. Bei weniger Taille unbedingt etwa in Höhe der Brust. Habt ihr eine erkennbare Taille, solltet ihr es direkt dort oder leicht versetzt auf der Hüfte binden. Bei zu üppiger Oberweite solltet ihr eine Variante wählen, bei der der Ausschnitt nicht zu tief sitzt. Wenn ihr in einen zeitlosen Klassiker investieren möchtet, dann wählt eher eine schlichte Farbe und ein Kleid von höherer Qualität. Wollt ihr ein aktuelles Trendteil vielleicht im Blumenmuster oder mit Statement-Ärmeln oder Rüschen, dann könnt ihr natürlich auch die günstige Variante nehmen.

Was kombiniere ich zu Wickelkleidern?

Es kommt natürlich darauf an, zu welchem Anlass ihr das Kleid tragt. Zu festlichen Anlässen passt ein schlichtes Kurzjäckchen, ein Blazer, ein edler Mantel oder ein großes Pashmina-Tuch. Dazu Peeptoes, Pumps oder Riemchen-Sandaletten und eine kleine Clutch. Darf es lässiger sein, könnt ihr gern einen Grobstrick-Cardigan, eine schlichte Langjacke, Jeansjacke oder sogar einen Pullover drüber tragen. Kombiniert es mit Budapestern, Ankle- oder Chelseaboots, Sneakern oder bei Regen mit Hunter Gummistiefeln. Hier ist wirklich fast alles erlaubt.

Text: Anja Krause
Fotos: Guido Werner