Ein weißes T-Shirt kann nur tragen, wer Persönlichkeit hat, meint unsere Kolumnistin. Ermitteln Sie, zu welcher Manager-Kategorie Sie oder Ihr Kollege gehören – und schon kennen Sie Ihren ganz persönlichen T-Shirt-Stil. Interessant: Vorige Woche habe ich in meiner Kolumne über weiße T-Shirts geschrieben. Das Thema sorgte für nicht unerhebliche Aufmerksamkeit und das eine oder andere Missverständnis: Liebe Herren, ich meinte nicht das weiße Unterhemd, sondern tatsächlich das weiße T-Shirt. Das T-Shirt, welches man zu einer Jeans trägt. Das Kleidungsstück, das man nur tragen kann, wenn man Persönlichkeit hat. Weil: Das weiße T-Shirt ist so pur wie kein anderes Stück Stoff.

Wer meine Kolumnen aufmerksam verfolgt, der weiß bereits, dass es die besten weißen T-Shirts in Schweden gibt. Das weiße T-Shirt trägt man am besten mit einer Jeans. Soweit so gut. Auch das Geheimnis, warum ein weißes T-Shirt etwas so besonderes ist, habe ich gelüftet.

Aber wissen Sie jetzt wie man es trägt? Nein? Kein Problem. Ich helfe, wo ich kann. Die Basis sind wieder einmal die drei Manager-Typen. Ermitteln Sie, zu welcher Kategorie Sie oder Ihr Kollege gehören und schon kennen Sie Ihren ganz persönlichen T-Shirt-Stil!

Sind Sie so wie Herr van der Heide?
Herr van der Heide liebt Marken. SEIN weißes T-Shirt ist selbstverständlich ein Markenprodukt, denn was anderes käme ihm gar nicht in die Tüte… äh, in den Schrank. Sein Outfit ist immer up-to-date – und somit braucht er auch am weißen T-Shirt unbedingt irgendein trendiges Detail. Er kennt es nicht anders.

Solange der Dresscode ihm im Geschäftsleben den Rahmen liefert, ist alles gut: immer Kniestrümpfe, niemals Socken, jeden Tag ein frisches Hemd, ausgezeichnet sitzende (sehr, sehr teure) Anzüge, perfekt geknotete Krawatte. Wo aber einfach Persönlichkeit gefragt ist, da kommt Herr van der Heide ins Schleudern.

Das weiße T-Shirt trägt Herr van der Heide lässig in der Hose, auch schon, um die Gürtelschnalle seines Markengürtels zu zeigen. Einen Bauch muss er nicht kaschieren, weil er keinen hat. Sein sündhaft teures Jackett zieht er meistens nicht aus. Nicht, weil er Stil hat, sondern weil es einfach so sensationell aussieht.

Oder eher wie Herr Mittelsohn?
Für Herrn Mittelsohn sind Einkäufe eine Qual. Selten, aber dann lieblos, kauft er Hemden, Anzüge und Krawatten. Schuhe müssen bequem sein und rutschfest. Was er liebt, sind Anoraks – die trägt er ohne Rücksicht auf Verluste auch über seinen Anzug. Seine Krawatten nennt er Schlips und das allein ist schon bezeichnend.

Text: Sabina Wachtel